Heimatkunde ganz praktisch – ein Trip mit den Trainees ans Cape Comorin

Und einmal mehr – für viele Schüler/innen und Studierende in Deutschland, ich denke auch in Europa, ist es fast selbstverständlich, dass Lernen nicht nur im Klassenzimmer stattfindet, sondern den Sozialraum, die Stadt oder das Dorf, wichtige Sehenswürdigkeiten oder auch Produktionsstätten einbezieht. Lernen mit Kopf, Herz und Hand.

Schon in der KiTa wird seit Jahrzehnten der Bäcker und die Feuerwehr besucht; mehr und mehr sind die Themen, aus denen Exkursionen bei uns entstehen, Themen der Kinder und nicht die Ideen der Erzieherinnen, was zu lernen sei.

Das zur Brille, mit der „wir“ auf die Möglichkeiten eines ganzheitlichen Lernens schauen.

Und zurück nach Indien. Auch hier begegnen einem Schulklassen an wichtigen Orten wie Tempeln, Palästen, einem Wasserfall usw.

Jedoch für die Trainees des housemother training centers konnte aus finanziellen Gründen sowas seit Jahren nicht mehr umgesetzt werden.

Einmal mehr hat die Spende der Soroptimistischen Schwestern vom Club Reutlingen zusammen mit persönlichen Spendenmitteln von mir, Kariane Höhn, die Basis gelegt, „gemeinsam eine kleine Reise zu tun“.

Es lag nahe einen Tag am Cape Comorin in Kanyakumari an der Südspitze Indien zu verbringen und Freudiges, Geselliges mit Wissenswertem zur Geschichte Indiens zu verbinden. „Heimatkunde ganz praktisch“, sollen die jungen Frauen später als Hausmütter und Crecheteacher ja selbst z.B.

  • (Bildungs)Themen der Kinder aufnehmen
  • Lernen mit Kopf, Herz und Hand konzipieren
  • den Mut haben sich aus den geschützen Räumen der KiTa, des Heims und der Schule sicher und mutig zu gleich herauszubewegen
  • erfahren, wie man sich Basiswissen selber erschließen kann

 

Soweit zur Ausgangslage.

Und zur Umsetzung – nach einem Ritt durch die Welt der „permissions“, der Erlaubnisse auf zick Ebenen, ging es los:

gegen 4.15. mit einem Becher Tee

gegen 4.45 mit einem kurzen Gebet

um 5.00 zu Fuß Richtung Bushaltestelle – und da begann die erste Etappe des Hindernislaufs; der erwartete Bus kam nicht, wir standen dort 60 Minuten! und das geplante Erleben des Sonnenaufgangs am Cape fand dann eben im Bus statt…

gegen 7.15 dann vor Ort mit dem mitgebrachten Frühstückspäckchen, standesgemäß in indischem Zeitungspapier: Idlys und Coconut

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Mit der Fährfahrt zum Vivekananda Memorial gegen 8.30 und dem nachmittäglichen Besuch (gegen 16.30) dazu in der begleitenden Ausstellung, ebenso wie mit dem Besuch des Gandhi Memorials war der geschichtlche Teil abgedeckt.

schwimmen können? Weit gefehlt. Ebenso wie Fahrrad fahren sind das keine Kompetenzen, die gelehrt und gelernt werden, schon allein deswegen, weil es die Lehrer/innen wie auch die hier die Auszubildenden gar nicht selbst können.
Schwimmen können? Weit gefehlt. Ebenso wie Fahrrad fahren sind das keine Kompetenzen, die gelehrt und gelernt werden, schon allein deswegen, weil es die Lehrer/innen wie auch hier die Auszubildenden gar nicht selbst können.

 

Gemeinsames Mittagessen und Tee – ebenso gesponsert aus den o.g.. deutschen Spendenmitteln und ein, für deutsche Geschmacksnerven spannend, süßes Getränke aus Zuckrohr, gespendet von den drei Freiwilligen Tobias, Patrick und Aletta hat den nährenden Rahmen gebildet.

Und dann – klar Freizeit „shopping!“ in den Marktständen und „playing on the beach“ war ebenso angesagt.

playing on the beach? esrt war ich über diesen Wunsch erstaunt - dann unendlich begeistert haben wir 2 Stunden in voller Montur im warmen indischen Ozean geplanscht, gelacht, mit einer Kokusnuss Ball gespielt ... trocknen und mit salzigen Klamotten den rest des tages rumspazieren - kein Problem in Indien! Das gehört zu einem "guten Besuch" am Meer.
playing on the beach? erst war ich über diesen Wunsch erstaunt – dann unendlich begeistert, denn wir haben  2 Stunden in voller Montur im warmen indischen Ozean geplanscht, gelacht, mit einer Kokosnuss Ball gespielt … trocknen und mit salzigen Klamotten den Rest des Tages rumspazieren – kein Problem in Indien! Das gehört zu einem „guten Besuch“ am Meer.

 

Erlebnisreich und einfach klasse war gemeinsam unterwegs zu sein, Trainees, Lehrerinnen, die Köchin und alle, zu diesem Zeitpunkt für CMS in Indien aktiven FSJler Tobias und Patrick, die Volunteer Aletta und ich.

 

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Und dass dann flexibel der Tag mit dem Sonnenuntergang vor Ort endet – hat es schon mit dem Sonnenaufgang nicht geklappt – das sind dann überraschende Flexibilitäten.

 

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Dass wir nochmals länger auf den Bus gewartet haben, ist selbstverständlich.

So zufrieden müde haben Aletta und ich die Trainees selten am Abendessen gesehen – super, dass wir die Genehmigung für diesen Trip von allen Ebenen des Managements haben erhalten können!

Und noch besser – wenn sich für die Zukunft die Selbstverständlichkeit einstellt, dass Lernen (geplant) auch für die Trainees „überall“ stattfinden kann. Entwicklungszusammenarbeit darf ja auch dazu dienen, gute Erfahrungen zu nachhaltig implementieren!

 

PS

Mit der umfassenden Vorbereitung der Trainees durch Aletta Winkler, einem Handout, Unterrichststunden dazu und einer noch geplanten Reflexion ist der Trip auch wirklich kein „reines Vergnügen“ gewesen – und in jedem Fall die Erfahrung für alle wiviel Spaß Lernen machen kann!

 

Handout:

Kanyakumari
Kanyakumari, formerly known as Cape Comorin, is a town in Kanyakumari District in the state of Kerala in India. The name comes from the temple, Devi Kanya Kumari Temple in the region. It is the southernmost tip of peninsular India. Kanyakumari town is the southern tip of the Cardamom Hills, an extension of the Western Ghats range. The nearest town is Nagercoil, the administrative headquarters of Kanyakumari District, 22 km away. Kanyakumari has been a town since Sangam period.
History
Ptolemy’s geography describes commercial relations between western India and Alexandria, the chief eastern emporium of the Roman Empire. He identified Kanyakumari (Cape of Comorin) along with the Gulf of Mannar as a center for pearl fishery.
Kanyakumari has been a great centre for art and religion for centuries. It was also an area of great trade and commerce. It was ruled by the Cholas, the Cheras, the Pandyas and the Nayaks. The architectural beauty of the temples in the area are the works of these rulers. Later Kanyakumari became part of the Venad kingdom with its capital at Quilon. The king of Venad, Anizham Thirunal Marthanda Varma, established Travancore by extending his domain further north up to Azhva, during his reign from 1729 to 1758. By this, the present Kanyakumari District came to be known as Southern Travancore. In 1741, Maharaja Marthanda Varma defeated the Dutch East India Company at the famous Battle of Colachel.
Kanyakumari was under the rule of the Pandyan Kings till the downfall of Pandyas, and later by kings of Travancore under the overall suzerainty of the British until 1947, when India became independent.
In 1949, Kanyakumari became part of the reconstituted Travancore-Cochin State.
Geography
Contrary to the popular (and sensational) belief that Kanyakumari lies at the meeting point of three bodies of water, it borders only one: the Laccadive Sea to the south west, south, and to the southeast. It is the confluence of the Western Coastal Plains and Eastern Coastal Plains.It is located at the southern tip and southernmost point of the Indian Subcontinent. However, the southernmost point of the Republic of India is at Indira Point on Great Nicobar Island.
Pilgrimage
Kanya Kumari is notable for pilgrimage and tourism. The place takes its name from the goddess Devi Kanya Kumari, considered to be a sister of Krishna. Women pray to her for marriage. The goddess is believed to be the one who removes the rigidity of our mind. The temple here is a Shakti Peetha, one of the holiest shrines of the Mother goddess.
The place was called Kanyashram of the Baalaambika, the deity of the temple. The sea ablution for Pitr Tarpan is done here. This is one of the rare temples in India where Devi (Mother Goddess) is worshipped as a child. The rites and rituals are done in the Kerala Namboothiri method, so there are slight differences in the way of worship compared to the temples of the nearby region. The deity is the goddess of Sanasa, so people from all over India who desire to devote their life as Sanyasin come here and take the deeksha. Swami Vivekananda came to this temple as directed by his Guru Shri Ramakrishna Prarama Hamsa, being a Sanyasin.
There is a shrine for Kalabhairava in the temple. It is said that the backbone area of Sati Devi’s corpse fell here.
Thiruvalluvar Statue

The Thiruvalluvar Statue has a height of 95 feet (29 m) and stands upon a 38 foot (11.5 m) pedestal that represents the 38 chapters of „virtue“ in the Thirukkural. The statue standing on the pedestal represents „wealth“ and „pleasures“, signifying that wealth and love be earned and enjoyed on the foundation of solid virtue.The combined height of the statue and pedestal is 133 feet (40.5 m), denoting the 133 chapters in the Thirukkural. It has a total weight of 7000 tons.The statue, with its slight bend around the waist is reminiscent of a dancing pose of the ancient Indian deities like Nataraja. It was sculpted by the Indian sculptor Dr. V. Ganapati Sthapati, who also created the Iraivan Temple. Its opening ceremony was on 1 January 2000. The monument was hit by the Indian Ocean Tsunami on 26 December 2004
Vivekananda Rock Memorial
The Vivekananda Rock Memorial is a popular tourist monument in Vavathurai, Kanyakumari, India. The memorial stands on one of two rocks located about 500 metres east of the mainland of Vavathurai, India’s southernmost tip. It was built in 1970 in honour of Swami Vivekananda who is said to have attained enlightenment on the rock. Vivekananda (Hindu philosopher) introduced the Indian philosophies of Vedanta and Yoga to the western world. According to local legends, it was on this rock that Goddess Kumari performed austerity. A meditation hall (Dhyana Mandapam) is also attached to the memorial for visitors to meditate. The design of the mandapa incorporates different styles of temple architecture from all over India. It houses a statue of Vivekananda. The rocks are surrounded by the Laccadive Sea. The memorial consists of two main structures, the Vivekananda Mandapam and the Shripada Mandapam.
Gandhi Memorial
The Gandhi Memorial has been built on the spot where the urn containing the Mahatma’s ashes was kept for public viewing before immersion. Resembling central Indian Hindu temples in form, the memorial was designed in such a way that on Mahatma Gandhi’s birthday, 2 October, the first rays of the sun fall on the exact place where his ashes were kept.
Bhagavathy Amman Temple
Kumari Amman Temple is a 3000-year-old temple dedicated to Goddess Kumari Amman located at Kanyakumari. Kumari Amman is one of the form of Devi, popularly known as “Kumari Bhagavathy Amman”. Kumari Bhagavathy Amman temple is the first Durga temple created by Lord Parasurama and one of the 108 Shakthi Peedas. This temple is situated at the shore of the Laccadive Sea. Kumari temple has been mentioned in Ramayana, Mahabaradha and Purananooru.